Vom Smartphone und von alter Plastik.

The Daily l Dienstag, 29. Januar 2019

Ich war lange Zeit ein Skeptiker. Wozu muss ich mit meinem Handy an der Kasse zahlen können? Ich habe doch schon diverse Karten in meinem Portmonee! Doch seit Kurzem nutze ich mein Smartphone als Kreditkartenersatz und bin davon begeistert.

Auch wenn es sicherlich nur wenige Sekunden sind, finde ich den Zahlungsvorgang dadurch verkürzt. Ich muss nicht erst umständlich die PIN eingeben: Nur zweimal drücken, ein Blick auf das Mobil- „Telefon“ und schon entsperrt die Face-ID das Gerät. Jetzt muss das Handy noch vors Kartenlesegerät gehalten werden, fertig.

Genauso mache ich es gerade im Drogeriemarkt meines Vertrauens und werde dabei von einer älteren Frau beobachtet. Sie ist sicher schon weit über die 70. Während ich mein Smartphone in die Hosentasche stecke und nach dem Erkältungsbad greife, höre ich sie mit der Kassiererin reden.

Diese erklärt kurz den Vorgang. Daraufhin die Frau mit hörbarer Begeisterung in der Stimme: „Das muss mir mein Mann auch einrichten. Ich habe nur diese alte Plastik“ und wedelt dabei mit ihrer Kreditkarte.

5 Kommentare

  1. Der Supermarkt meines Vertrauens hat eine eigene Bezahl-App, welche ich auch begeistert nutze. Leider wird das von den Kunden noch nicht so richtig angenommen. Lange Zeit war ich der einzige Kunde, der das Ding benutzt hat und ich musste einigen Kassiererinnen die Reihenfolge erklären: Erst auf dem Tatschscreen „smart pay“ antippen und danach scannen.

  2. Ich finde solche Insel-Lösungen einzelner Supermarkt-Ketten aber unpraktisch.
    Das ist ja auch eher Aufgabe der Banken und die sollten die entsprechenden Angebote machen und zum Beispiel Google- oder Apple-Pay unterstützen.

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