Der Grundstein für Hochdeutsch und die Sächsische Kanzleisprache
In diesem Jahr hat die Jury der Ilse-Bähnert-Stiftung aus mehr als 2.000 Eingaben wieder ein echtes Schmuckstück herausgefiltert: Das Sächsische Wort des Jahres 2026 lautet „gaubln“! Wer dem Sächsischen mächtig ist, weiß natürlich sofort, was gemeint ist: Es geht ums Tauschen, Feilschen, Klauben oder Verhandeln – meist mit einem Augenzwinkern und dem Ziel, am Ende nicht ganz ohne Gewinn dazustehen. Allerdings muss ich ehrlich zugeben: In meinem eigenen Sprachgebrauch ist das bloße Verb fast ein wenig zu steril. Wenn ich im Alltag etwas hin- und hertausche oder mich durch kleine Handelsgeschäfte manövriere, würde ich persönlich immer eher zu „rumgaubeln“ greifen. Es brings einfach diese typisch sächsische Gemütlichkeit und das leicht Unverbindliche noch ein Stück treffender auf den Punkt.

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Der Grundstein für Hochdeutsch und die Sächsische Kanzleisprache

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Wer jenseits des Weißwurstäquators im Mundart-Gemauschel versinkt und sich über Sächsisch amüsiert, vergisst gerne das Wesentliche: Unser Dialekt lieferte einst das Fundament für echtes Hochdeutsch. Zeit für eine kleine Nachhilfe!
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