Von Kuscheltieren und vom Friedhof.

Culture Club

Achtung Spoiler: Die Creeds ziehen aus Boston in die Kleinstadt Ludlow. Die vierköpfige Familie will hier mehr Zeit für sich haben. Das neue Zuhause liegt idyllisch im Wald. Vom leicht skurrilen Haustierfriedhof im Hinterhof abgesehen, ist das einzige Manko die Fernstraße direkt vor der Haustür. Ständig rasen da Trucks vorbei. Aber als Ausgleich gibt’s den liebenswerten Nachbarn Jud Crandall.

Dieser schließt die Familie schnell in sein Herz. Besonders Tochter Ellie hat es ihm angetan. Sie ist nach dem Tod ihrer Katze (das Tier wurde überfahren) unendlich betrübt und so macht Jud den Fehler seines Lebens. Gemeinsam mit dem Familienvater Louis begräbt er das Tier nicht im Hinterhof, sondern auf einem alten Indianerfriedhof in dem Wissen, dass sie „zurückkommen“ wird. Tatsächlich ist „Church“ kurz danach wieder da.

Doch aus dem Schmusekater ist ein bösartiges Viech geworden. Nun ist es an der Aufgabe von Louis, dass Tier zu erlösen. Dieser Aufgabe ist der Familienvater nicht gewachsen. Er setzt Church einfach aus und so kommt die Katze an Ellies Geburtstag erneut zurück. Vor lauter Freude achtet das Mädchen nicht auf die LKWs: Sie wird von einem Truck überfahren.

Lieber Leser dieses kleinen aber feinen Blogs, was würdest Du für die Menschen tun, die Dir wichtig sind? Würdest Du auch den Weg des Unbegreiflichen gehen? – Richtig geraten! Louis tut dies. Von Trauer zerfressen, begräbt er auch seine Tochter auf dem Indianerfriedhof und sie kommt tatsächlich zurück. Doch aus dem lieben Kind ist ein bösartiges Viech geworden. Als erstes muss dies Jud erkennen. Den killt sie kaltblütig und nimmt sich dann den Rest ihrer Familie vor.

Natürlich darf man über den Plot des Films nicht nachdenken. Aber die Story von Stephen King wurde toll in Szene gesetzt. Die heimlichen Hauptdarsteller sind für mich übrigens die Trucks. Stimmungsvoll wurde deren Vorbeirasen in Szene gesetzt. Das waren einige Gänsehautmomente.

Von den Schauspielern möchte ich noch Jason Clarke als Vater Louis hervorheben. Seine Leistung war richtig gut. Die Zerrissenheit nach dem Verlust seiner Tochter spielte er sehr ergreifend, so dass der Film im Juryurteil – also meinem – acht von zehn Kuscheltieren erhält. Auch wenn ich das mit den Kuscheltieren im Filmnamen nicht so richtig verstehe.

Bildquelle: Paramount Pictures

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2 Kommentare

  1. Ich habe damals das Buch gelesen. Es erschien als Fortsetzungsroman im „Stern“, glaube ich. Damals ging ich noch zur Schule, und ich habe mich so gegruselt. Wenn ich mich recht erinnere, hatten schon häufiger Kinder ihre Haustiere auf dem Indianerfriedhof begraben, jedes Mal mit schlimmen Folgen. Aber das kommt wahrscheinlich im Film nicht so heraus.

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