Von einer Lawine aus Menschen und von den Gesichtern des Todes.

Culture Club l Montag, 29. April 2019

„Die lange Nacht“ – Game of Thrones beweist mal wieder, dass die Handlung nicht vorhersehbar ist. Allerdings musste ich heute auch wieder einiges ertragen. GoT 8.3 strotzte vor Unübersichtlichkeit und Langeweile.

Achtung Spoiler: Die Targaryens und die Starks sammeln ihre Getreuen rund um Burg Winterfell. Das geschieht die ersten zehn Minuten in einer epischen Breite. Ich hatte mehrfach Angst, dass diese Folge wieder nichts passiert. Doch dann ging es tatsächlich los. – Mit einer dummen Idee. Die dothrakischen Reiter werfen sich mit brennenden Krummschwertern auf die gegnerische Armee. Vielleicht hoffte man ja, dass die Toten ein ähnliches Verhalten wie Schneeflöckchen an den Tag legen. Pustekuchen! Ab diesem Zeitpunkt wurde es dunkel und unübersichtlich.

Ähnlich wie die russischen Kombattanten auf der Krim, trägt niemand ein Hoheitszeichen. Es war also schwer zu erkennen, wer da gerade wen abschlachtet. Wer allerdings tot ist, wechselt dann auch noch die Seite. Der Nachtkönig lässt in einem genialen Schachzug die Toten vom Schlachtfeld auferstehen. Allerdings frage ich mich, warum er das nicht einfach in ganz Westeros macht. Die Herrschaft über das Reich könnte er doch so recht schnell übernehmen. Gestorben wurde in den Sieben Königslanden bekanntlich schon viel.

Für die Drachen und Nachtwölfe sah es nicht gut aus, während sich die Folge ihrem Ende näherte. Scheinbar müssen viele der Thronanwärter heute ihren Abschied von der Macht einreichen. Doch dann änderte ein gezielt gesetzter, raffinierter Messerstich alles. Arya Stark tötet den Nachtkönig und der Spuck ist vorbei.

Wer sitzt denn nun zum Schluss auf dem Eisernen Thron? Ich habe heute keine neue Theorie.

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