Von der Studentin und von Kirschkernen.

tagtäglich l Dienstag, 5. Februar 2019, 17.30 Uhr

Ich habe es im Moment nicht so mit Aufstehen. Dank Gleitzeit ist das auf Arbeit auch kein Problem, aber es gibt einen entscheidenden Nachteil: Menschen. Je später ich aus dem Bett komme, um so mehr von denen sind im Bus.

Heute habe ich es erst halb Acht in den Bus geschafft. Dieser war voll und zu meiner großen Begeisterung stand im Eingangsbereich eine Gruppe Studenten.

Auch wenn der Bus so richtig voll war, Deutschlands zukünftige „Elite“ hielt zwischen sich Platz. Zwar stellten sie nach einer Weile fest, „…dass der Bus ja immer voller wird“. Dies war jedoch kein Grund mal zusammenzurücken. Dann begann das einzige Mädchen in der Gruppe auch noch von ihrem Job zu berichten. In vollster Ausgiebigkeit erzählte sie, dass Kirschkerne giftig sind. Sie hatte das von einer Arbeitskollegin am Smoothie-Stand gelernt.

Diese Erkenntnis muss sie sehr beunruhigt haben. Sie hörte nämlich gar nicht mehr mit Erzählen auf. Auch der Hinweis eines Kommilitonen, dass er doch schon Dutzende Kerne verschluckt hätte und noch immer lebe, ließ sie nicht verstummen.

Das Geschwafel von heute Früh hat mich aber auch neugierig gemacht. Kirschkerne sind tatsächlich giftig. Sie enthalten – wie alle Kerne – Blausäure. Doch damit diese eine Wirkung hat, müssen die Kerne zerkleinert werden. Die Wahrscheinlichkeit sich alle Zähne an der benötigten Menge zu ruinieren, ist viel größer, als einen ersthaften Schaden von der Säure davonzutragen.

Allerdings gibt es noch eine andere Gefahr, die von den Kirschkernen ausgeht und damit sind wir wieder beim Smoothie-Stand. Kirschkerne sind für die Klingen des Smoothie-Mixers nämlich „gefährlich“. Da reicht schon eine kleinere Menge und die Schneiden sind futsch. Vielleicht hat die Studierende da etwas durcheinandergebracht.

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