Von der Alternative und von Hessen.

Freedom of Speech l Sonntag, 28. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Es mag erstmal nach keinem Unterschied klingen, aber hat „Bündnis ’90 – Die Grünen“ die Landtagswahl gewonnen oder haben CDU und SPD in Hessen verloren? Die Antwort auf die Frage, ist aber keine unwichtige. Gegeben wird sie bei den nächsten Wahlen.

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima waren die Grünen schon einmal auf einem Rekordhoch bei Wahlen, um sich später auf viel niedrigerem Niveau zu stabilisieren. Inzwischen hat sich bei der Öko-Partei aber viel geändert. Das neue Personal scheint in der Realität angekommen zu sein. Die Grünen sind damit wohl eine erstzunehme Alternative zu den bisherigen Volksparteien.

Ich habe im letzten Satz bewusst das Wort „Alternative“ genutzt. Denn in der Bundesrepublik gibt es ja noch die sogenannte Alternative für Deutschland. Die Partei, und dies zeigt sich jeden Tag mehr, ist jedoch viel mehr ein Sammelbecken für alte und neue Nazis und damit maximal tauglich für Denkzettelwahlen. Wer als Wähler nicht nur seinen Protest zum Ausdruck bringen will, kann sein Kreuz gar nicht bei dieser Partei machen.

Das ist die Hoffnung, die ich mit dem Ergebnis der hessischen Landtagswahl verbinde. Die Wähler wollen nicht nur dumpfe Parolen. Wir wollen ersthafte Angebote und Gestaltungsvorschläge, die sich mit Themen aus der Mitte der Gesellschaft auseinandersetzen. Themen wie Rente, Wohnungen und Mobilität. Wir wollen eine Politik mit Antworten für die Zukunft. Wir wollen echte Alternativen!

3 Kommentare

    1. Für mich ist der größter Verlierer des Abends trotzdem die AfD. Trotz breiter Unzufriedenheit mit GroKo kann AfD nur radikale Wähler ansprechen. Bürgerliche Kreise wenden sich hingegen Grünen zu.

      Hessen ist damit klares Bekenntnis gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Gesellschaft.

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