Von der Reinigung und vom großen Amerika.

„The First Purge“: Die Vereinigten Staaten werden von den neuen Gründungsvätern regiert. Deren Ziel ist es, die USA wieder groß zu machen und dazu setzen sie auch recht merkwürdige Ideen um. Eine Psychologin meint zum Beispiel, dass die Kriminalitätsrate gesenkt werden kann, wenn einmal pro Jahr jegliche Gewalt erlaubt ist. Getestet wird dies mit den Bewohnern von Staten Island, New York. Mehr oder weniger freiwillig nehmen diese an dem Experiment teil. Doch anfänglich nicht so wie gedacht. Die erhofften Gewaltexzesse bleiben aus. Stattdessen gibt es Purge-Partys. Die Regierung verändert deshalb ‚dezent‘ die Laborparameter und bekommt so die gewünschten Ergebnisse.

Was hätte man nicht alles aus diesem Plot machen können? Gut, der Film erklärt die Entstehung der Reinigungsnächte, aber dies recht langatmig. Bis die Purge beginnt, müssen wir erst den Robin Hood des Gettos und seine Crew kennenlernen. Dann gibt’s da außerdem noch die überengagierte Schwester, die Widerstand gegen die Regierungsexperimentpläne leistet und sich nebenbei um ihren kleinen Bruder, die Mitbewohner, die Nachbarschaft, die Kirchengemeinde und überhaupt alle kümmert. Allerdings nimmt auch sie teil. Das Geld lockt halt. Und dann geht die Gewalt endlich los.

Wie gesagt, erst dezent, aber doch schon so richtig schön im Purge-Style mit den crazy Kostümen und putzigen Masken. Aber auch irgendwie dämlich. Besonders Teil 3 der Film-Reihe kam da wesentlich intelligenter daher. Vielleicht liegt’s daran, dass „Purge: The Election Year“ eine durchdachte Geschichte zu erzählen hatte. Die Story von „The First Purge“ ist eher rudimentär angelegt und spielt mit ein paar aus den anderen drei Filmen eingeführten Running Gags.

Das Juryurteil – also meins: Gähn.
Fünf von zehn Freiheitsstatuen-Outfits.

Und nun Hand aufs Herz: Eine Nacht. Alles ist erlaubt. Was tust Du?

Bildquelle: Universal Pictures

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