Von Demokratie und von der CSU.

In München demonstrieren Bürger und die bayrische Regierungspartei macht dagegen mobil.

Ich könnte jetzt weitausholen und mit Artikel 21 des Grundgesetzes argumentieren. Dort heißt es, dass die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken sollen. Von einer vorgeschriebenen Meinung steht in unserer Verfassung jedoch nichts. Ich könnte – leicht süffisant und zynisch – weiter in diese Kerbe hauen und noch danach fragen, ob das Verhalten der CSU nicht gar verfassungswidrig ist. All dies will ich aber gar nicht tun.

Ich bin nämlich zu tiefst erschrocken über die CSU-Kampagne und besonders den Begleittext.

Die Anzeige erinnert mich fatal an die SED und die Einstellung der DDR-Führung zum Volk. Die Machart ist nicht nur gefühlt die gleiche und in dem Satz „Bayern stünde heute nicht so da, wenn die CSU hier nicht seit sechs Jahrzehnten stets das Beste im Blick gehabt hätte“ grüßt Erich Honeckers „den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf“. Hatten DDR-Bürger doch in erster Linie dankbar zu sein für die großartigen Leistungen der Regierung(spartei).

Ich bin entsetzt über die CSU und deren Verhalten.

5 Kommentare

    1. Blau ist aber schon immer die Farbe der CSU. Das wird sogar im Lied der Bayern besungen.

      Gott mit dir, du Land der Bayern,
      deutsche Erde, Vaterland!
      Über deinen weiten Gauen
      ruhe Seine Segenshand!
      Er behüte deine Fluren,
      schirme deiner Städte Bau
      Und erhalte dir die Farben
      Seines Himmels, weiß und blau!

        1. Die Entscheidung der AfD für das „Blau“ oder der Name der Parteineugründung von Frau Petry „Die Blauen“ ist sicher beabsichtigt. Die CSU steht ja für etwas und in die Tradition stellt man sich. Rein vom Marketing her, eine gute Strategie. Da scheinen bei der AfD Profis am Werke zu sein, was man – siehe das Plakat oben – von der CSU nicht sagen kann. Deren Kommunikation ist ja zurzeit desaströs.

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