Von Dinosauriern und vom Autoschlüssel.

Ich war gerade in „Jurassic World“ und jetzt habe einen recht hohen Blutdruck. Das liegt aber nicht am Film. Mein Autoschlüssel ist weg.

Erst gab es „Jurassic Park“ und dann die Fortsetzung „Jurassic World“. Ich mag diese Filmreihe. Zeigt sie doch recht eindrucksvoll, wie sich Technik weiterentwickelt. In „Das Gefallene Königreich“ scheinen die Dinosaurier wirklich zu leben und wenn ich über das plötzliche wie merkwürdige Auftauen von einigen Requisiten während des Films nicht nachdenke, habe ich gerade einen richtig netten Blockbuster gesehen. Zumal nur auf den ersten Blick „schwarz-weiß“ daherkommt.

Klar gibt es ziemlich schnell erkennbar „die Bösen“ und auf der anderen Seite „die Guten“. Aber die letzteren Filmfiguren dürfen sogar auf mehreren moralischen Ebenen funktionieren. Denn auch Entscheidungen, die nur das Gute wollen, können sich als falsch erweisen. Die selbsternannten Retter aus unserem Film lösen mit ihrem Handeln eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes aus und legen dabei – ganz praktischerweise – die Grundlage für „Jurassic World III“.

Wer im letzten Absatz eine Metabotschaft, gar einen politischen Kommentar vermutet, liegt übrigens richtig.

Kurz vorm Juryurteil – also meinem – noch die gute Nachricht: Der Autoschlüssel war gar nicht weg. Manchmal hilft unaufgeregtes Nachdenken. Oh, jetzt war ich schon wieder politisch.

Sieben von 10 Dinos: Popcornkino par excellence.

Bildquelle: Universal Pictures

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