Von einer Unterhaltung und von einem unkommentierenden Blogbeitrag.

Ich bin unterwegs nach Pillnitz um mit Freunden Kaffee zu trinken. Kuchen gibt es natürlich auch. Da im Bus alle „Single-Plätze“ voll sind, setze ich mich zu zwei Frauen. Sie sind jung, hübsch und modisch durchgestylt. Ihre Unterhaltung möchte ich unkommentiert wiedergeben.

„Ich habe übrigens mit Robert Schluss gemacht.“ „Warum? Ihr habt doch so gut zusammengepasst.“ „Wir waren auf einer Party. Er hat mich dort als (folgende Wortgruppe betont sie) seine Freundin vorgestellt. Da habe ich ihm eine geklatscht. Ich bin doch nicht sein Eigentum!“ „Das finde ich gut. Seine Einstellung zu deinem Veganismus und deinem Engagement für Refugees-Kids war schlecht. Er hat dich da gar nicht unterstützt.“

An dieser Stelle klingelte das Smartphone. Da die Beiden an der nächsten Haltestelle ausgestiegen sind, weiß ich leider nicht, wie die Unterhaltung weitergeht. Für mich bleibt nur eine Frage: Bin ich gesellschaftlich so unterentwickelt, dass ich in „meine Freundin“ kein Problem sehe?

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