Von Berliner Luft und von Frau Luna.

Ein bisschen haderte ich bekanntlich mit dem Neujahrkonzert. Auf Einladung der Staatsoperette Dresden konnte ich mich heute Abend überzeugen, dass die neue Bühne mehr drauf hat und die Inszenierung von Paul Linckes „Frau Luna“ hat das getan. Doch Überzeugungsarbeit haben nicht die Spielereien geleistet, die die neue Bühne jetzt ermöglicht. Es war das, was die Staatsoperette schon an ihrem alten Standort in Leuben ausgemacht hat: Das tolle Ensemble. Solisten, Musiker, Chor und Tänzer haben eine schöne Show gezaubert und das Bühnenbild war liebevoll bis in kleinste Details gestaltet.

Die Story der Operette ist schnell erzählt. Eine Berliner Großschnauze will zum Mann auf dem Mond. Das setzt er tatsächlich auch in die Tat um, aber nur um letztendlich zwei Dinge festzustellen. Der Mann in Mond ist eine Frau und, er musste gar nicht in die Ferne reisen. Seine Liebe hat er schon zu Hause gefunden.

Paul Linckes „Frau Luna“ war mir bisher unbekannt. Allerdings sind einige Melodien aus dem Stück doch recht populär. Als waschechter Sachse mag ich die „Berliner Luft“ natürlich nicht besonders und ich konnte auch so gar nicht verstehen, warum wir vom Publikum an dieser Stelle alle mitgeklatscht haben. Ich halte es da doch eher mit „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“.

Das Juryurteil – also meins: Vielen Dank für den galaktischen Spaß!
Neun von zehn Mondsteinen.

Bildquelle: staatsoperette.de

4 Kommentare

    1. Ja. Das macht die Staatsoperette richtig gut.
      Falls ihr mal wieder nach Dresden kommt, solltet ihr da reinschauen. Die Inszenierungen sind klasse und die Bühnenbilder nicht so künstlerisch-wertvoll überladen mit in der Semperoper.

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