Von den Selbstständigen und von der Hubschrauberstaffel.

Wir waren heute im Verkehrsmuseum. Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee. Statt der Ausstellung habe ich deshalb eher Menschen beobachtet. Besonders eine Familie ist mir dabei aufgefallen.

Das erste Highlight war die Modelleisenbahnanlage: 150 Fahrzeuge, 5 Bahnhöfe und 625 Meter Gleise auf einer Fläche von 325 m². Große und Kleine staunten über den Dresdner Aufbau, der international einer der Größten in der Spur 0 ist. Die Kinder standen dabei vorne, während sich die Erwachsenen zurückhielten. Mit Ausnahme einer Familie. Direkt um den sechsjährigen späteren Juristen standen seine Eltern, die pubertierende und nichts außer dem Smartphone interessierende große Schwester. Zusätzlich waren noch Großeltern dabei. Aber alles drehte sich um Cornelius. Dieser machte nach dem Ende der halbstündigen Vorführung ein Riesentheater. Der Papa ist sogar extra zum Personal gegangen, um weitere Fahrten der Züge zu erwirken. Für uns ging es derweil weiter zum Kindertreff.

Auch hier das gleiche Bild. Die Kinder tobten durch den Verkehrsgarten oder experimentieren, während sich die großen Menschen zurückhielten, bis – liebe Leser dieses kleinen aber feinen Blogs, Sie ahnen es sicher – Cornelius samt Anhang auftauchte. Dies leider nach wenigen Minuten. Der Vater hatte wohl beim Modelleisenbahnanlagenaufsichtspersonal keinen Erfolg und damit war die „Ruhe“ auf dem Spielplatz vorbei. Der ICE mit dem der Junge durch die Anlage fahren wollte, wurde erstmal mit einem Sagrotan-Tuch abgewischt. Vier Erwachsene überwachten nun einen kleinen Jungen und standen im Verkehrsgarten im Weg. Lustig war, dass die anderen Kinder das überhaupt nicht interessierte und es so auch mal zu Unfällen kam. Die Mutter musste den Vater dann sehr bremsen. Dieser war mehrmals kurz davor die anderen, am Zusammenstoß meist schuldigen Kinder anzuschreien.

Nach zwanzig Minuten hatte ich von dem Treiben genug und wir sind durch die weiteren Ausstellungen gelaufen – ohne Cornelius. Dem hat sein Vater übrigens gleich zweimal erklärt, dass er Jurist wird.

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