Vom Eis und vom Feuer.

Gefühlt ist mehr als nur ein Winter vergangen, seit Arya Stark die Rote Hochzeit rächte, Jon Schnee zum König des Nordens akklamiert wurde und die Dreiäugige Krähe das Geheimnis seines Bastard-Bruders erfuhr. Es eine verdammt lange Zeit der Entwöhnung. Doch das Warten hat endlich ein Ende, allerdings mit einem kleinen Makel, zumindest für mich. Ohne Sky-Abo muss ich mich einen Tag länger auf „Game of Thrones“ gedulden. Erst ab heute dürfen die Streamingdienste ran.

[Achtung Spoiler] „Sag ihnen, der Norden erinnert sich. Und der Winter ist gekommen für das Haus Frey.“ Kurz und knapp kommentiert Arya Stark ihren Gift-Massenmord in den Zwillingen, noch bevor überhaupt sich im Vorspann Westeros aufbaut. Dann kam alles, was diese Serie zu einem unglaublichen Hit macht. Nein, nicht der am Langerfeuer singende Ed Sheeran. Sondern Witz, harte Aktion und viel fließendes Blut. Nur der Sex kam diesmal etwas zu kurz. Okay, es gab eigentlich gar keinen. Dafür eine herzergreifende Szene mit Sandor Clegane.

Mit Beric Dondarrion und dem Priester Thoros of Myr entdeckt der Hund ein verlassenes Gehöft. Drinnen finden die Männer zwei tote Körper. Wahrscheinlich haben diese sich selbst getötet, bevor es der Hunger tun konnte. Es sind der Vater und seine Tochter, bei denen er und Arya Stark unterkamen, von denen sie verpflegt wurden und die sie dann bestohlen haben. Sandor Clegane begräbt sie. Wer hatte diese zutiefst menschlichen Gefühle erwartet?

Erwartet hätte ich auch nicht, dass sich Sansa Stark von ihrer Rolle als naives Dummchen befreit. Doch ein Satz spricht Bände: „Es ist nicht nötig, dass Ihr das letzte Wort habt, Lord Baelish. Ich gehe einfach davon aus, dass es etwas Cleveres war.“

Falls mich jemand sucht, ich habe die nächsten Wochen dienstags ein Date in Westeros! Dann nun will ich endlich auch wissen, wie es mit Daenerys Targaryen in ihre neuen alten Heimat weitergeht. Sitzt sie bald auf dem Eisernen Thron oder wird dort doch der Nachtkönig Platz nehmen?

Bildquelle: HBO

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